Gott im Buddhismus

Der Buddha hat es abgelehnt, sich ausführlich zu Gottesfrage zu äußern. In seinen zahlreichen Lehrreden, die seine Schüler im Pali-Kanon zusammengetragen haben, hat er kaum von Gott gesprochen. Wohl ist gelegentlich von den indischen Göttern die Rede, aber sie kommen nur als Bestandteile des damaligen Weltbildes vor wie Blatt und Baum, Brahmanen und Krieger.Sie entsprechen nicht dem, was wir „Gott“ nennen. Wenn der Buddha nach Gott gefragt wurde, antwortete er ausweichend, wie z.B.

„Ich will darauf keine Antwort geben, weil ich nichts sicheres darüber weiß und es auch für den Erlösungsweg der Menschen unbedeutend ist.“

Von einem Gott, der Person, Schöpfer, Vater, Ewiger, Liebe ist, ist beim Buddha keine Rede. Der Buddhismus ist nicht – wie andere Religionen – ein System von Glaubenswahrheiten, sondern die Frage nach Glück und Leid.

Der Buddha wurde deswegen auch als „Atheist“ bezeichnet.Viele Buddhisten weisen jedoch auf Folgendes hin:

– Das Schweigen über Gott bedeutet nicht notwendigerweise Atheismus

– Erleuchtung und Erlösung, Heil und Leidüberwindung, die zentralen Themen des Buddha, meinen Ähnliches wie das, was andere Religionen „Gott“ nennen oder eng mit Gott in Zusammenhang bringen.

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